Als Grauer Star oder Katarakt bezeichnet man eine Linsentrübung des Auges, die überwiegend ältere Menschen über 60 Jahre betrifft. Er kann aber genauso Säuglinge und Kinder betreffen, wenn sich die Mütter in der Schwangerschaft beispielsweise mit Mumps oder Röteln angesteckt haben. Deshalb sind Impfungen dagegen auch heute noch so wichtig. Grauer Star kann auch durch Alkoholmissbrauch, Rauchen, Neurodermitis, Stoffwechselstörungen oder Erbkrankheiten in seiner Entstehung begünstigt werden.

Wie äußert sich Grauer Star?

Grauer Star

Die Linsentrübung führt zum Verschwommensehen, eingeschränkten Blickfeld und undeutlichen Farbsehen. Außerdem werden die Augen sehr empfindlich gegen helles Licht. Ein berühmter Betroffener dieser Krankheit war der impressionistische Maler Claude Monet, dessen Seerosenbilder weltbekannt sind. Einigen seiner Bilder ist aufgrund der merkwürdigen Farbwahl die Krankheit Grauer Star anzusehen, bevor er durch eine Augenoperation sein Sehvermögen wiedererlangte.

Wie wird Grauer Star behandelt?

Der Standard zur Grauer Star Behandlung ist der operative Austausch der getrübten Linsen. Jedes Jahr werden in deutschen Augenkliniken über 700 000 dieser Augenoperationen erfolgreich durchgeführt. Informationen findet man beispielsweise unter http://www.augenklinik-kempten.de/. Die ambulant mit örtlicher Betäubung durchgeführte Grauer Star OP dauert pro Auge etwa zehn Minuten. Vorher wird mittels optischer Biometrie die richtige Ersatzlinse ermittelt. Diese neue Kunststofflinse wird mit einem winzigen Schnitt zur Eröffnung der vorderen Augenkammer und der Entfernung der getrübten Linse eingesetzt. Danach wird das Auge mit einem Verband ruhiggestellt. Nach einer gewissen Ruhezeit von circa 2 Stunden können die Patienten mit einer Begleitperson die Klinik wieder verlassen. Selber Auto fahren dürfen sie 24 Stunden nicht. Nach 14 Tagen sollten die Patienten beschwerdefrei sein.